Alles neu!

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Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Vehlen...

 
Günter Fischer

Günter Fischer

Prall warm - alles sprießt im Garten.
Ich sehne mich nach dem Frühling, nicht nur dass es wärmer, sondern auch dass alles neu wird. Der Frühling ist da. Dabei frage ich mich, wie ich selbst neu werde. Zuerst halte ich Ausschau nach dem, was mich runter zieht und fertig macht. Neues entsteht da, wo zuvor Altes gestorben ist. Anders wird es auch nicht Frühling – ein Bild dafür, dass das Alte, Verkehrte nachhaltig erneuert werden muss. Da sind etwa Verletzungen, die man selbst erfahren hat und die wehtun. Bin ich bereit, dem anderen zu vergeben? Mitunter liegen Beziehungen zwischen Menschen regelrecht lahm, weil keiner einen Schritt tut. Noch klarer wird das da, wo ich selber einen anderen Menschen verletzt habe. Kennen Sie das Vermögen, dieser Einsicht mit aller Eleganz und Argumentation vor seinem eigenen ICH auszuweichen.
So muss es aber nicht bleiben. Gerade wenn ich erkenne, dass ich von Gott in meinem Tun und Lassen erkannt bin, dann spüre ich, wie nötig Vergebung ist. Gott sorgt sich um mich und weiß doch um meine Ausflüchte und Verrenkungen. Ohne zu erkennen, wo ich von ihm getrennt bin und ohne sein Angebot der Vergebung anzunehmen, bleibe ich allein und beim „Alten“. Die Rede über Sünde und Vergebung erscheint vielen Menschen überflüssig. Doch mein Leben wird gerade hier erneuert, wo ich die Nähe von Jesus aushalte und mir vergeben lasse. Er liebt mich, obwohl ich so bin wie ich bin. Er möchte, dass wir neu werden und nicht beim Alten bleiben. Deshalb will er uns vergeben. Und wir?
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor.5,17)

Günter Fischer, Pastor in Vehlen