Aufbrechen zu neuen Ufern

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Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Levesen …

 
Bärbel Sandau

Bärbel Sandau

Für viele bedeutet der Sommer Urlaubszeit, freie Zeit, in der wir unseren Alltag hinter uns lassen, Schule und Arbeit vergessen. Wir können tun, was uns gefällt: wandern, schwimmen, ausschlafen oder in der Sonne liegen, vielleicht auch auf Reisen gehen und viel Schönes und Spannendes erleben.
Aufbrechen aus unserem Alltagstrott zu neuen Ufern, neue Städte, Länder, Menschen, Sitten… kennenlernen. Frei sein für Neues ist unser Wunsch, aus gewohnten Bahnen für eine kurze Zeit ausbrechen und sich überraschen lassen, offen und unterwegs sein zu unserem Gott.

Hier kommt mir das Bild vom „wandernden Gottesvolk“ in den Sinn. Schon Abraham erhält von Gott den Auftrag: „Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.“ (Genesis 12,1)
Ein großes Wagnis wird ihm zugemutet. Er soll aufbrechen in eine ungewisse Zukunft. Auch wir sind aufgefordert, beweglich zu bleiben und unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, unterwegs zu bleiben zu unserem Herrn.

Diese Beweglichkeit muss nicht immer mit einem Ortswechsel verbunden sein. Doch wichtig ist es, immer wieder neu aufzubrechen in Neuland mit dem Vertrauen: Gott begleitet mich auf meinem Weg, er geht mit mir.
Dann wird es möglich, dass ich in allem Neuen immer wieder die Möglichkeit eröffnet bekomme, Christus selbst zu begegnen – verborgen in der Gestalt von Menschen, aber doch wirklich erfahrbar.

Bärbel Sandau, Pastorin