Das Glas ist halbvoll…

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Stadthagen...

Jetzt, am Ende der Urlaubszeit reden und hören wir gern über unsere Urlaubserlebnisse. Mancher schildert voller Begeisterung die tollen Landschaften und netten Menschen und überhaupt wie Klasse der Urlaub war. Ein anderer beginnt seine Schilderung mit Missgeschicken. Der Flieger war zu spät. Das Essen nicht besonders, gut dafür aber zu teuer und die Unterkunft war auch grenzwertig. Ansonsten aber ein sehr schöner Urlaub und mit leuchtenden Augen wird die wundervolle Bergkulisse geschildert. Bei mir bleibt nur hängen, dass er einen schrecklichen Urlaub hatte.

Szenenwechsel: Unsere Psychosoziale Beratung hier in der Diakonie lebt davon, dass wir die positiven Ressourcen bei den Menschen die zu uns kommen entdecken und verstärken. Die Beratung ist wohlwollend dem anderen zugewandt, geprägt durch Offenheit und Güte.
Wäre das nicht auch eine gute Grundhaltung für unseren gesellschaftlichen Umgang miteinander? Nicht ständig den Skandal wittern, sondern wohlwollend positives Verhalten und Motivation dem Anderen unterstellen.
In der Bibel liest sich das dann so: Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus (Epheser 4,32).
Ich bin Realist genug zu wissen, dass wir das so perfekt nicht erreichen werden. Lassen sie es uns doch wenigstens versuchen, im alltäglichen Umgang besser miteinander umzugehen. Gönnen wir es uns doch, unsere Umgebung und die Menschen die wir treffen mit positiven Augen zu sehen. Dann fällt es leichter die wirklichen Probleme anzugehen und davon haben wir genügend. Mehr Güte und Respekt, Einfühlung und Solidarität – dann haben die negativen Meinungsmacher und Brunnenvergifter weniger Einfluss. Ich glaube es lohnt sich!

Günter Hartung, Geschäftsführung Diakonisches Werk