Der Herr ist auferstanden!

Meldung vom
Kategorie: Andacht
Erstellt von Heinz Schultheiß

Gedanken zum Osterfest

 
Heinz Schultheiß

Heinz Schultheiß

So kann man es auf einer Tafel auf dem Altarbild unserer Kirche sehen: Jesus auf dem Grab stehend, mit erhobener rechter Hand als Triumphator über den Tod. An den Rändern des Grabes liegen drei Wächter im Schlaf versunken. Größer kann der Kontrast nicht sein. Hier die Wächter, die das Grab bewachen sollen in ihrer verletzlichen Haltung, im Schlaf, und dort der Auferstandene.

Der biblische Bericht von der Auferstehung ist ein Versuch anschaulich zu machen, was sich unserer Anschauung entzieht. Es ist der Versuch, etwas zu erzählen, wo menschliche Worte an ihre Grenzen stossen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Botschaft von der Auferstehung von Anfang an auf Zweifel und Ablehnung gestoßen ist. Die Bibel berichtet von Furcht und großer Freude, die die Frauen ergreift, nachdem ein Engel ihnen die Botschaft von der Auferstehung verkündigt hat. Es geht an Ostern um die Frage, ob es nur den Menschen  mit seiner  Realität gibt, oder auch eine göttliche Realität, die sich unserer Betrachtung entzieht.

Da helfen mir Bilder weiter, wie ich sie z.B. in unserem Gesangbuch finde. „Muß ich von hier nach dort – er hat den Weg erlitten. Der Fluß reißt mich nicht fort, seit Jesus ihn durchschritten. Wär er geblieben, wo des Todes Wellen branden,
so hofften wir umsonst. Doch nun ist er erstanden, erstanden, erstanden, erstanden“.


Heinz Schultheiß, Pastor in Petzen