Ein Wort aus Probsthagen...

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Wir wollen nicht meckern

Liebe Leserinnen und Leser!
Zur Zeit wird viel gestöhnt: über die Sonne, die zu heiß ist, über große Einbußen bei der Getreideernte, über die viel zu kleinen Kartoffeln, denen es zum Wachstum schlicht an Wasser fehlt, über unsere Rasenflächen, die in der Regel verbrannt sind, über Wald- und Feldbrände, die wir zum Glück meistens nur aus den Medien kennen.

Viele befinden sich auf dem Rückweg aus dem Urlaub und stöhnen über Staus. Wir hatten ebenfalls das etwas zweifelhafte Vergnügen, als wir von Frederikshavn nach Hause fuhren. Vor allen Dingen um Hamburg: Baustellen, Unfälle, hohes Verkehrsaufkommen trugen zu den Staus bei. Und wir mittendrin, wie tausende andere. Auch an diesem Wochenende wird es vielen so gehen.
Wer so umweltfreundlich ist und mit der Bahn fährt, kann es besser haben. Oder auch nicht. Verspätungen sind an der Tagesordnung. Geduld ist gefragt.

Viele bleiben gleich zu Hause, vielleicht weil sie es zu Hause am schönsten finden, oder einfach kein Geld oder auch keine Lust zum Verreisen haben.
Ihnen bleibt vieles erspart. So mancher Ärger, aber auch so manche schöne Erinnerung.
Wir haben zwei Wochen in Norwegen verbracht, uns an der Schönheit der Natur erfreut, die Begegnungen mit Menschen genossen.

Und gestöhnt haben wir auch: über die für unsere Verhältnisse unglaublich hohen Lebensmittelpreise.
Nun sind wir wieder zu Hause im schönen Schaumburger Land, freuen uns auf kühlere Tage und haben uns fest vorgenommen, nicht zu stöhnen, wenn die Lebensmittelpreise auch bei uns angehoben werden. Und wenn die Pommes etwas kleiner ausfallen wollen wir nicht meckern. Machen Sie mit?

Anne Riemenschneider, Pastorin in Probsthagen