Endlich Ferien!

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Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Luhden ...

 
Lutz Gräber

Lutz Gräber

Schrei vor Glück! Für viele Kinder und Jugendliche ist es wie eine Befreiung: Endlich Ferien! 6 Wochen kein Stress um Klassenarbeiten, Klausuren und Noten. Die Zeugnisse sind verteilt, der erste Schreck über ein richtiges „Giftblatt“ bei manchen überwunden, die Freude über gute Zensuren mit Eltern und Großeltern geteilt. Spaß haben und „Chillen“ ist jetzt bei den meisten angesagt: Ausschlafen, Freunde treffen, Party machen und am PC zocken.

Endlich tun, was man will –solange die Eltern keinen Alarm machen. Aber selbst, wenn die Eltern manchmal schimpfen: Der Familienzusammenhalt ist für die überwiegende Mehrzahl der Jugendlichen enorm wichtig. Dazu gehört auch der gemeinsame Urlaub, auf den sich Kinder und Eltern gleichermaßen freuen.

Solch eine Auszeit vom Alltag schafft Glücksgefühle und Motivation. „Vorfreude ist die schönste Freude“, sagt ein Sprichwort. So trägt die Vorfreude auf den Urlaub durch den Alltag und hellt ihn auf. Und wenn es so weit ist, heißt das Motto für viele: Nix wie weg! Raus aus dem Regen, rein in die Sonne, den Sand, das Meer. So jedenfalls sehen die perfekten Traumtage für zwei Drittel aller Deutschen im Sommerurlaub 2012 aus.
Eigentlich bräuchten wir öfter solche kleinen „Inseln“ der Entspannung und Freude. Die Trauer über das Ende der Urlaubszeit wäre leichter zu verschmerzen.

„Alles hat seine Zeit“, hat schon die Bibel gewußt, und den Sonntag in die Zeiteinteilung aufgenommen. Heute sind wir mehr und mehr dabei, diesen Tag in den Alltag einzufügen und uns von seiner ursprünglichen Bedeutung zu entfernen. Im Urlaub gibt es dann 14 Sonntage am Stück und danach herrscht wieder ein Jahr Alltag.

Ich finde diese Entwicklung bedauerlich. Aber vielleicht kann uns die Ferien- und Urlaubszeit auch auf neue, kreative Gedanken für die Zeit zwischen den Urlauben bringen.
Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, und allen, die Urlaub haben, dass sie die Ferienzeit genießen, viele neue Erfahrungen machen und am Ende sagen können: Diese Zeit war sinnvoll und schön zugleich!

Lutz Gräber, Schulpastor in Bückeburg