Erinnerlich bleiben

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Bergkirchen...

 
Reinhard Zoske

Uns Menschen macht aus, dass wir täglich etwas erleben und morgen damit in den neuen Tag starten. Alles bildet eine Quelle des Lebens aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das prägt uns.

Wir sind in der Fasten- und Passionszeit. Auch im letzten Jahr sind wir diese Zeit durchlaufen. Das kommende Osterfest orientiert sich am vergangenen Osterfest.

Da haben sich Gedächtnisspuren gebildet. Eine Vielfalt an unterschiedlichen Erfahrungen machen uns als Personen aus. Da gibt es Gerüche, auslösende Momente, Episoden des Lebens, die sofort wieder aktuell vor unserem inneren Auge wie ein Film ablaufen können, wenn wir es möchten. So arbeitet unser Organismus, um kostbare Informationen für uns zu erhalten – abrufbar – und uns als Vergewisserung dienen. Das ist lebenswichtig.

Unsere Erfahrung lehrt uns: Vergessen ist leichter als erinnern. Aber die Erinnerung macht unser Leben so wertvoll. Wer nicht vergisst, bleibt lebendig und wirksam im Leben. Erinnerung schenkt Kraft zum Vertrauen. Es ist der Schlüssel für die Gemeinschaft mit Gott. Jesus setzt die Gemeinschaft mit Gott ein. Er sagt: “Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Es ist eines der wesentlichen Worte Jesu. Es ist die Grundlage für das Abendmahl, dem Gemeinschaftsmahl. Jesus möchte uns zum Leben befreien von belastenden Erinnerungen. Beim Abendmahl möchte er, dass wir annehmen, was uns zu tragen gibt. Er geht mit uns und teilt unsere Last. Wir sollen es nicht alleine. Er schenkt uns die Kraft und die Hoffnung, dass wir mit ihm Hand in Hand in die Zukunft unseres Lebens gehen.
Lass dich erinnern.

Reinhard Zoske, Pastor in Bergkirchen