Familientreffen

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Pollhagen ...

 
Uwe Herde

„Endlich sehen wir uns. Wir sind wirklich eine große Familie, es gibt Schwestern und Brüder überall auf der Welt. Schön, dass es die Familientreffen gibt.“ Das sagt es eine schwarze Kirchenvorsteherin. Sie ist gerade in Schaumburg angekommen. Sie gehört zu einer Delegation von südafrikanischen Christen aus dem Kirchenkreis Kgetleng.  In diesen Tagen  ist sie in Schaumburg-Lippe zu Gast.
Die Partnerschaft zwischen Kirchengemeinden aus Südafrika und Schaumburg-Lippe besteht seit mehr als zwei Jahrzehnten. Es waren Missionare der Hermannsburger Mission, welche diese Gemeinden gegründet haben. Inzwischen ist eine unabhängige, selbständige Kirche daraus geworden. Unsere Partnerkirche setzt sich mit großem Engagement dafür ein, die Menschen bei den Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels in ihrem Land zu begleiten. Diejenigen, welche einmal in der südafrikanischen Kirche zu Gast waren, haben Gemeinden erlebt, die durch den Dienst engagierter Laien getragen werden. Es ist beeindruckend, dass eine Kirche, die mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, getragen wird von einer tief gegründeten Spiritualität. Die Kraft des Glaubens ist nicht nur in den Gottesdiensten, sondern in vielen Bereichen des täglichen Lebens spürbar. Auch wenn sich viele Dinge nicht einfach von Südafrika nach Deutschland übertragen lassen; das Lernen voneinander ist erlaubt und weitet den Blick, über den eigenen Tellerrand hinaus.
Die Partnerschaft zwischen Kirchen und Gemeinden ist Ausdruck christlicher Verbundenheit. Sie hilft, Trennungen zu überwinden. Sie ist nicht nur Ausdruck einer gemeinsamen Geschichte, sondern vor allem eines gemeinsamen Glaubens. Es ist der Glaube an Jesus Christus, der weltweit Gemeinschaft stiftet. Wir sind Teil dieser weltweiten Gemeinschaft. Übrigens: Sowohl Südafrika wie auch Deutschland haben vor mehr als zwanzig Jahren ein kleines Wunder erlebt. Deutschland durfte die Wiedervereinigung und Südafrika das Ende der Rassentrennung erleben. Daran sind die Kirchen nicht ganz unbeteiligt.

Dazu eine kurze Notiz aus unserer Partnerkirche:
„Manche Menschen, die uns besuchen, sind überrascht, dass es während der Zeit der Rassentrennung in unserem Land nicht gelungen ist, unsere Fröhlichkeit und unseren Glauben aus uns herauszuprügeln. Wir danken euch von Herzen für die Verbundenheit mit uns. Wir wissen, dass wir auch euch unsere Freiheit verdanken. Denn ihr habt für uns gebetet, ihr habt uns besucht, ihr seid für uns eingetreten.“
Wie in einer Familie eben.

Wer Lust hat, bei dem Familientreffen dabei zu sein, schickt eine Nachricht an u.herde(a)lksl.de oder ruft an unter 05721-75716. Wir freuen uns!

Pastor Uwe Herde, Pollhagen