Frühjahrstagung der Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe am 4.-5. Juni 2021

Meldung vom

Die Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe kam am 4. und 5. Juni 2021 zur Frühjahrstagung in Bückeburg zusammen.

Nach einem Gottesdienst in der Bückeburger Stadtkirche wurde die 4. Tagung der XX. Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe am Freitag, den 4. Juni 2021 im Bückeburger Rathaussaal von der Präsidentin der Landessynode Daniela Röhler eröffnet. Wegen der begrenzten Zahl von Besucherplätzen wurde die Tagung der Landessynode als Livestream übertragen.
 
Nach der Verabschiedung des Synodalen Jörn-Christian Prange (Cammer), der sein Amt niedergelegt hatte, wurde als sein Nachfolger Claus-Dieter Cielobatzki (Petzen) verpflichtet. Des Weiteren wählten die Mitglieder der Landessynode als Nachrücker Claus-Dieter Cielobatzki in den Finanzausschuss, Thomas Weißbarth in den Planungsausschuss, Dietrich Müller-Link in den Theologischen Ausschuss und Werner Mania und Claus-Dieter Cielobatzki in den Bauausschuss.
 
Am Freitagabend nahmen die Mitglieder der Landessynode die Berichte des Landesbischofs Dr. Karl-Hinrich Manzke und des Vorsitzenden des synodalen Finanzausschusses Pastor Jörg Böversen entgegen.

Synodenbericht von der 4. Tagung der XX. Landessynode als PDF

Böversen berichtete über die Auswirkungen der Corona Pandemie auf den landeskirchlichen Haushalt 2020 und gab einen Ausblick auf mögliche finanzielle Auswirkungen für den aktuellen landeskirchlichen Haushalt 2021. Die Einnahmerückgänge im vergangenen Haushaltsjahr sind jedoch nicht so dramatisch wie erwartet ausgefallen. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“, folgerte der Ausschussvorsitzende Böversen. Die günstiger verlaufene Finanzentwicklung eröffne einen „finanziellen Handlungsspielraum für die Weiterentwicklung unserer Landeskirche.“
 
Am Samstag erläuterten für die Stiftung Krankenhaus Bethel deren Vorsitzender Dr. Axel Rinne und Geschäftsführer Bernd Hellmann die Pläne für die Errichtung eines stationären Hospizes für den Landkreis Schaumburg, das in Stadthagen errichtet und mit einem klaren diakonischen Profil betrieben werden soll. Nach seiner Fertigstellung wird das Hospiz von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Gesundheitsdienste und Betreuung Bad Münder gGmbH und der Stiftung Krankenhaus Bethel gemeinsam betrieben.
Die Landessynode beschloss einstimmig, den Bau des Hospizes durch einen landeskirchlichen Zuschuss in Höhe von 450.000 € zu ermöglichen.
 
Die Landessynode befürwortete außerdem die Umsetzung der vorgestellten Variante (s. Grafik) beim Bau eines Hospizes, die die Voraussetzungen schafft, neben den Zimmern für Schwerstkranke auch ein Palliativzentrum mit der Aufnahme einer palliativmedizinischen Praxis und der ambulanten Hospizarbeit aufnehmen zu können.
Zur Umsetzung dieser Variante, die die Stiftung Krankenhaus Bethel in die Lage setzen würde, das erklärte Ziel des Ausbaus mit der Schwerpunktbildung im Sinne einer sektorübergreifenden Hospizarbeit am Standort des Hospizes in Stadthagen zu verwirklichen, bedarf es weiterer Unterstützung durch die Landeskirche. Über die Gewährung eines diesbezüglichen landeskirchlichen Darlehens in Höhe von bis zu 700.000 € wird die Landessynode auf der kommenden Herbsttagung beraten und beschließen.