Gott sei Dank

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Vehlen...

 
Günter Fischer

Ein Ausruf der Erleichterung. Da ist etwas gerade noch gut gegangen, ein Unglück abgewendet, eine schwierige Situation gemeistert. Und dem Dankenden ist bewusst, dass es anders hätte ausgehen können.
Danken ist hier nicht eine Höflichkeitsfloskel. Hier hat ein Mensch erlebt, dass  Gott rettend und bewahrend in sein Leben eingegriffen hat.

Doch wir kennen auch das andere: „Jeder ist seines Glückes Schmied!“ Da schauen wir auf unsere eigenen Pläne und Leistungen. In den selbst gebauten Gefängnismauern der Autonomie fällt es uns schwer, Gott und sein Handeln in unserem Leben zu entdecken. Solche Mauern, die eine Menge Sorgen nach sich ziehen, will Gott durchbrechen. In der Bibel empfiehlt der Apostel Paulus: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Sorgen in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.“ (Phil.4, 6). Im Dankgebet kann ich meine Sorgen an Gott abgeben. Der Schlüssel liegt sozusagen darin, das Danken einzuüben.

Was ist mir gelungen? Was habe ich an diesem Tag von Gott erhalten? Überlegen Sie einmal, was haben Sie heute richtig gemacht? Es ist doch unmöglich, dass man an einem Tag alles falsch gemacht hat!

Friedrich von Bodelschwingh hat einmal gesagt: „Die größte Kraft des Lebens ist der Dank.“ Dahinter steckt die Erfahrung, dass eben nicht alles von unserem Tun und Können abhängt, sondern dass Gott selbst heilsam in unserem Leben wirksam ist.  Sorgen werden nicht unter den Tisch gekehrt, aber sie haben nicht das letzte Wort in meinem Leben. Gott sei Dank!

Günter Fischer, Pastor in Vehlen