In Freiheit glauben

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Seggebruch...

Täglich sehen wir Bilder von Städten, die im Nahen Osten in Schutt und Asche liegen. Es fällt mir schwer, diese Eindrücke aufzunehmen und das Schicksal der betroffenen Menschen zu bedenken.
Hass und Zerstörungswut entlädt sich auch gegen Menschen, die als christliche Minderheit leben. Christlicher Glaube ist an vielen Orten bedroht. Zerstörte Kirchen, ermordete Gemeindeleiter und vertriebene Christen sind das erschreckende Schicksal von Gemeinde nicht nur in Syrien.

Wir brauchen ein hörbares Plädoyer für Freiheit des Glaubens. Deshalb ruft die Evangelische  Kirche in Deutschland  seit 2010 zur Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen auf. Der kommende Sonntag mit dem Namen Reminiszere wird als Gedenktag für Menschen begangen, die wegen ihres Glaubens bedrängt werden. Der Sonntag verdankt seinen Namen Worten aus Psalm 25: „Gedenke (lat.: Reminiscere), Herr, an deine Barmherzigkeit“.

Gott wird gebeten, die Freiheit, das Recht und die Würde seiner Gemeinde zu schützen. Gebet kann ein hörbares Zeichen friedlicher Solidarität mit bedrängten Christen sein. Viele Christen haben ihr Land verlassen. Auf ihrer Flucht suchen sie nicht nur nach sicheren Orten. Sie bewahren auch ihre Sehnsucht, mit Christen Gottesdienst zu erleben.

Bischöfin Bosse-Huber schreibt: „In besonderer Weise im Jahr 2017 wurden Christen und christliche Stätten in erschütterndem Maße zu Zielen terroristischer Anschläge. Die Verletzungen, die Narben und die Verunsicherung werden bleiben und gehen mit in die Zukunft.“ Bedrängte und verfolgte Christen brauchen für eine friedliche Zukunft solidarische Gemeinschaft. Glaubensfreiheit ist ein kostbares Gut, das sich lohnt zu schützen und Menschen zu gewähren.

Burkhard Peter, Superintendent