Istanbul - Schmelztiegel der Religionen

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Lindhorst...

Ich hatte das Glück an einer Fahrt nach Istanbul teilnehmen zu können. Mit dabei waren viele Kolleginnen und Kollegen. Istanbul wirkt nach und in meinen Gedanken bin ich bei den vielen Begegnungen, die wir dort hatten. Wir hatten Termine und Begegnungen an vielen religiösen Orten und mit sehr beeindruckenden Menschen. Wir durften in Kirchen, Moscheen, Klöstern und Synagogen zu Gast sein. Geistliche Würdenträger nahmen sich für uns Zeit, damit wir miteinander ins Gespräch kommen und mehr voneinander erfahren.

Istanbul ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen und die einzige Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Man läuft oder fährt über die Brücken von einem Kontinent in den anderen. Es war auch eine Art Wanderung hin und her von der einen Religion zur anderen, von der einen Ausrichtung im christlichen Glauben zur anderen. Viele Eindrücke, für mich war es besonders beeindruckend zur erleben, dass es in dieser Stadt anscheinend möglich ist, was an vielen anderen Orten auf der Welt nicht gelingt.

Es gibt dort zumindest ein friedliches Nebeneinander der Religionen und christlichen Glaubensausrichtungen. Es ist vielleicht nur manchmal ein Miteinander, wenn die heilige Geistkraft in den Menschen wirken kann und wir Menschen spüren, dass wir an den einen Gott glauben und an Ostern gemeinsam die Auferstehung von Christus feiern. Ich sehe es jetzt als meine Aufgabe an, diesen Geist versuchen weiterzutragen oder zu geben. Meine Überzeugung ist, dass es wichtig ist viel voneinander zu wissen, damit vorschnelle Urteile nicht zu Vorurteilen werden.

Ein positives Beispiel von einem guten Miteinander finde ich es, wenn Muslime und Christen erst einen Spaziergang unternehmen und dann gemeinsam in der Moschee frühstücken. So habe ich es nach der Heimkehr über Stadthagen gelesen, mich gefreut und weiß, dass ich noch mehr davon hören und auch erleben möchte. Machen sie mit? Gottes Geist kann uns dazu bewegen.

Christine Lange, Diakonin