Mutig Eltern sein

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Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Bückeburg...

„Ich mag keine Kinder.“ Das sagte kürzlich eine Kandidatin in einer Quizsendung. Auf die Rückfrage des Moderators erklärte sie: „Da hat man zuviel Verantwortung und man muss sich zu sehr einschränken.“
Auch wenn es sonst nicht so offen gesagt wird, ist diese Auffassung sicher gar nicht so ungewöhnlich. Und auch verständlich.

In einer Umfrage äußerten zwei Drittel der Eltern, dass sie ihren eigenen Ansprüchen häufig nicht gerecht werden. Kinder erziehen, Beruf, Partnerschaft, soziale Kontakte. Dass das nicht alles immer gelingt, ist fast selbstverständlich. Aber damit ist auch Versagen vorprogrammiert.
Die Umfrage ergab aber auch, dass 90% aller Kinder mit ihren Eltern sehr zufrieden sind. Die Zeitschrift „Eltern“ rät deshalb zu mehr Gelassenheit. Aber wo soll die herkommen?

Christlicher Glaube antwortet darauf: Als Eltern sind wir mit Kindern beschenkt. Wir werden von Gott gebraucht, Menschen ins Leben zu führen.
Unser Gefühl, an unseren eigenen und an Gottes Ansprüchen im Alltag der Welt gerade als Eltern auch zu scheitern ist sicher oft berechtigt. Aber es ist getröstet im Vertrauen, dass Gott den Sünder rechtfertigt, wie es die Bibel sagt.

Ich weiß mich von Gott anerkannt, auch wenn ich nicht alle Ansprüche immer und perfekt erfülle. Dieser Glaube gibt mir den Mut, mich auf die sicher manchmal schwierige Aufgabe der Erziehung und Begleitung von Kindern einzulassen und er gibt mir die Freiheit, meine Grenzen zu sehen und dennoch getrost mein Bestes zu geben. So kann ich mich auch freuen über das Vertrauen und die Wertschätzung, die mir meine Kinder schenken.

Jan Peter Hoth, Theologischer Referent