Nachhaltigkeit

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Sülbeck...

Karl der Große, König und Kaiser, hat neben vielen anderen Dingen auch etwas getan, was man für das 8. Jahrhundert vielleicht nicht unbedingt erwartet: Er hat viele land- und forstwirtschaftliche Vorschriften und Empfehlungen hinterlassen. Die haben, da bin ich mir sehr sicher,  auch die Finanzierung seines Reiches abgesichert, aber zugleich Raubbau und Zerstörung verhindert. Wer z.B. Bäume fällte, der musste auch wieder neue anpflanzen. Kahlschlag und Bodenerosion sollten in Karls Reich der Vergangenheit angehören. Heute nennt man das „Nachhaltigkeit“: Ein natürliches System wird so genutzt, dass es in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sich regeneriert, indem sein Bestand wieder nachwächst.

Achten wir bei uns auf „Nachhaltigkeit“? Wir können unsere Kräfte nicht nur verbrauchen, sondern müssen auch wieder auftanken. Sonst gibt es auch bei uns einen „Kahlschlag“! Keine Kerze kann dauerhaft von zwei Seiten brennen, irgendwann ist sie dann völlig ausgebrannt. Von Jesus heißt es im Markusevangelium (1, 35): „Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.“ Nach vielen Heilungen, Begegnungen mit Menschen und Auseinandersetzungen braucht Jesus Zeit zum Auftanken. Und wir? Warum nicht auch einmal die Ruhe suchen und im Gebet Kräfte auftanken? Gott in der Stille suchen, ihm im Gebet begegnen und Kraft schöpfen. Achten Sie auf sich – und achten Sie auf Gott!

Jens Hauschild, Pastor in Sülbeck