Trübe Aussichten…?

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Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Bückeburg...

Wetterbericht: Der Himmel ist grau, vielleicht ein wenig Regen, aber in jedem Fall:  er bleibt grau. Trübe Aussichten.
So scheinen unsere Tage oft. „Kann man sich eigentlich noch auf die Straße trauen?“, werde ich gefragt- „nach all den Attentaten, die wir erlebt haben? Man ist sich seines Lebens ja nicht mehr sicher!“
So ist es: wir Menschen können uns unseres Lebens  nicht sicher sein. In Zeiten schweren Unglücks ist das besonders deutlich.
Trübe Aussichten?
Du bereitest den Himmel aus wie einen Teppich, der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden, so der 104. Psalm.
Ich bin sicher, das ist ein ganz anderer Himmel. Keine trüben Aussichten. Da berührt Gottes Himmel die Erde! Alles ist weise geordnet: Das Leben in all seiner Schönheit: Erde und Meer, Sonne, Mond und Sterne dazu ein  jedes Geschöpf.

Doch auch Menschen zu biblischen Zeiten haben schon die Bedrohung gekannt:  Krankheit, Sterben, ja sogar den Mord. Dennoch breitet Gott über diese ganze Erde seinen Himmel aus wie einen Teppich, steht geschrieben.  

Wo ist diese Sicht auf den weiten und hoffnungsvollen Himmel geblieben?
Vielleicht da: Menschen aller Religionen und Völker gehen auf die Straßen. Sie zeigen: Solche abscheulichen Attentate wie das der vergangenen Woche dürfen nicht im Namen unseres Gottes geschehen! Da sehen wir die Regierenden Israels und Palästinas  in einer Reihe einen Trauerzug mit anführen! Zeichen, ja  Wunder gegen alle Trübsal. Keine trüben Aussichten, sondern ein Himmel, der offen steht und ein Gott, der uns Menschen entgegenkommt und uns trägt, auch in schweren Zeiten.

Pastorin Elisabeth Garner-Lischka, Krankenhausseelsorgerin