Unbequem und anstrengend

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Sülbeck...

Am vergangenen Wochenende hat sich für meine Frau und mich ein lang gehegter Traum erfüllt: Wir waren in Bayreuth bei den Wagnerfestspielen. Großartige Sängerinnen und Sänger, ein bestens aufgelegtes Orchester, eine unglaubliche Akustik – es war ein besonderes Erlebnis.
Aber auch unbequem und anstrengend! Die Sitze sind der Akustik wegen ungepolstert, und obendrein ist es im Festspielhaus kochend heiß, weil keine Klimaanlage den Klang der Musik schmälern soll. Doch für das Besondere nimmt man auch die Unbequemlichkeit in Kauf.
Andere tun das beim Besuch von Fußballspielen und Rockkonzerten mit dem Gedränge in der Menge oder bei Bergwanderungen und Fahrradtouren.

Unbequem und anstrengend ist manchmal auch die Sache mit dem Glauben. Nicht dem Zeitgeist folgen, sondern dem Willen Gottes. Immer darum wissen: Da ist einer, der ist größer als ich, der ist mein Herr. Bewusst Gutes tun um des Guten willen, nicht weil ich mir irgendetwas verdiene. Und dazu vielleicht auch noch sonntags nicht lange ausschlafen, sondern in den Gottesdienst gehen, sich ehrenamtlich in der Gemeinde engagieren, in der Diakonie, im Besuchsdienst, für Kinder und Jugendliche und alte Menschen, in der Flüchtlingsbetreuung.

Unbequem und anstrengend? Nichts da! So wie mich die Musik in Bayreuth alles andere vergessen ließ, bin ich immer wieder überwältigt von dem, was ich im Glauben bekomme: Vertrauen, Mut, Trost, Hoffnung, Kraft, Bewahrung. Und das ist es, was zählt!

Jens Hauschild, Pastor iin Sülbeck