Waffenstillstand gebrochen

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Sülbeck...

Wieder einmal wurde ein Waffenstillstand gebrochen. Diesmal in Syrien, davor in der Ukraine, und an anderen Kriegsschauplätzen. Wie kann das sein: Da sitzen Politiker aller Parteien tagelang zusammen und handeln einen Vertrag aus, der oft nur wenige Stunde das hält, was man einander versprochen hat. Dann kommen Schuldzuweisungen, wer als Erster vertragsbrüchig geworden ist.

Gott ging es nicht anders: Immer wieder haben die Menschen den Bund gebrochen, den er mit ihnen geschlossen hat, haben seine Gebote übertreten. Eines Tages verkündet Gott durch den Propheten Jeremia: „Ich will einen neuen Bund schließen: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben.“ Kein Gesetz, das von außen zwingt, sondern eines, das ins Herz geschrieben ist. Keine Normen, sondern Werte. Ist es wirklich eine gute Entwicklung, wenn wir die Werte, die der Glaube vermittelt, immer mehr zur Privatsache erklären? Oder ist das stetige Anwachsen von Normen und Gesetzen eine Folge davon? Aber wie lässt sich diese Entwicklung umkehren? Sicher nicht durch neue Normen und Gesetze, sondern nur indem Menschen bereit werden, sich Gottes Gebote „in ihren Sinn schreiben“ zu lassen, indem sie sich Jesu Liebesgebot zu Herzen zu nehmen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Hartmut Ahrens, Pastor i.R. aus Sülbeck