Zuversicht!

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Steinbergen...

 

S. Strottmann

Der Corona-Virus droht zur Pandemie zu werden, also auf mehrere Länder und Kontinente überzugreifen. Die Konflikte in Syrien, Libyen und anderswo eskalieren weiter, alle Diplomatie scheint nichts auszurichten. Der nicht enden wollende Herbststurm im Februar macht den Klimawandel einmal mehr spürbar und drückt auf die Stimmung...

Diese Reihe der Negativschlagzeilen und trüben Aussichten ließe sich locker über die ganze Kolumne verlängern. Ist da nicht Pessimismus angesagt? Ja, fürs Schwarzsehen, für eine Zukunft in dunklen Farben gibt es viele Gründe! Das gilt im Privaten, das gilt für Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche, das gilt mit Blick auf Klima und Politik.

Und doch, es geht auch anders! Die Fastenaktion „7 Wochen ohne“ lädt zu einem Blickwechsel ein: Unter dem Motto „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“ gilt es, das Gute wahrzunehmen und nach Hoffnungszeichen zu suchen.

Solch ein zuversichtlicher Blick ist dann mehr als Optimismus, der die Zukunft rosarot malt. Zuversicht macht vielmehr etwas mit uns, kann uns verändern. Denn sie lebt auf ein Ziel hin und ermuntert uns zu Schritten auf dem Weg dorthin. Deutlich machen möchte ich das an der Bewegung „Fridays for Future“: Hier haben junge Menschen mit einem pessimistischen Blick auf die Zukunft des Klimas ihrer Angst und Wut Luft gemacht. Es geht ihnen aber nicht um einen naiven Optimismus, der denkt und handelt nach dem Motto „das wird schon“.  Die Bewegung lebt und fordert vielmehr ein Umdenken, das Zukunft ermöglicht. Die Zuversicht, dass wir etwas schaffen können paart sich mit dem Tun von Schritten auf einem Weg zu diesem Ziel.
Biblisch fällt mir zu solch tätiger Zuversicht das Wort aus 2. Timotheus 1,7 ein: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit!“

Stephan Strottmann, Pastor in Steinbergen