Zwischen Erde und Himmel

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Meerbeck

Wir leben mit beiden Füßen fest auf der Erde und mit dem Kopf im Himmel. Diese Lebensperspektive könnte der gerade hinter uns liegende Himmelfahrtstag in uns erzeugen. Jesus ist endgültig in seine himmlische Heimat zurückgekehrt. Die Jünger waren Zeugen dieser – für den Verstand nicht fassbaren – wunderbaren Himmelfahrt Jesu und konnten den Himmel offen sehen. Einen Augenblick lang durften sie ihre Köpfe in das unbeschreiblich Herrliche recken, wo auch unser Leben einmal seine ewige Heimat finden kann.
Damit lässt es sich gut weiterleben, mit dieser neuen Perspektive: Mit dem Kopf im Himmel, mit dem Himmel im Kopf. Damit gewinnen wir festen Boden unter den Füßen, uns dem Leben in seinen vielfältigen Facetten zu stellen. Denn noch leben wir ganz auf dieser Erde mit all ihren Schönheiten, aber auch all ihren beängstigenden und Besorgnis erregenden Wirklichkeiten. Wir müssen zugeben, dass wir Gottes Auftrag an uns, seine Erde verantwortungsbewusst zu bebauen und zu bewahren, bisher schlecht hin bekommen. Manchmal möchten wir unseren Kopf lieber in den Sand stecken. Aber da ist es dunkel und wir bekommen keine Luft. Lieber den Kopf in den Himmel halten und schon heute ein Stück Himmel auf Erden bauen. Wenn uns das mehr gelänge – das wäre himmlisch.

Cord Wilkening, Pastor in Meerbeck