2. Jahresempfang der Schaumburg-Lippischen Landeskirche

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Erstellt von Ulrich Hinz, Pressesprecher

Am 11. Juli begrüßte Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke beim 2. Jahresempfang neben rund 700 Gästen aus Kirche und Gesellschaft besonders Frau Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Herrn Prof. Dr. Ipsen, Präsident des Staatsgerichtshofes in Bückeburg, Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim, Durchlaucht Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe sowie die Vertreter der befreundeten Kirchen in der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.

 
2012 jahresempfang

(v.l.) SHD Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, Prof. Dr. Annette Schavan, Bischof Norbert Trelle, Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer

Mit dem Jahresempfang wolle die Landeskirche deutlich machen, wie sehr ihr „an der Zusammenarbeit über konkrete gesellschaftliche Aufgaben und Grenzen in die Gesellschaft hinein gelegen ist“. Dem schloss Manzke den Dank für vielfältige Unterstützung an, die die Landeskirche und ihre Kirchengemeinden durch die Kooperation mit Organisationen, Verbänden und Vereinen erfahre.

Zum Urteil des Landgerichts Köln, nach dem religiös begründete Beschneidungen von Jungen als rechtswidrige Körperverletzung strafbar sind, sagte Landesbischof Dr. Manzke: „Wer anfängt, religiöse Riten zu verbieten, der kann gleich anfangen, Religion zu verbieten.“

Auch Bundesministerin Annette Schavan sprach sich für das Ritual der Beschneidung bei in Deutschland lebenden jüdischen und muslimischen Jungen aus und forderte den „Respekt vor dem, was dem einen fremd und dem anderen heilig ist“. In ihrem Vortrag zum Thema „Was bildet den Menschen?“ betonte sie, dass Bildung immer im Zusammenhang mit Bindungen gesehen werden müsse. Von der sprachlichen Bildung von Kindern durch ihre Eltern über Bildung, die durch das Interesse der Generationen aneinander geschaffen wird, bis zur religiösen Bildung reichte der Bogen, den sie schlug. Zusammengefasst sei das „der Weg des Menschen hin zu dem Bild, das Gott von ihm hat“.  

In seinem Grußwort stellte Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe fest: „Wir brauchen diese Landeskirche!“. In Herzen und Köpfen der Menschen sei Schaumburg-Lippe immer noch da. Die Landeskirche Schaumburg-Lippe sei das Letzte, was diese Identität noch zum Ausdruck bringe.

Dass in der Landeskirche Schaumburg-Lippe ‚Kirche mitten im Leben’ ist zeigte sich nach dem Festakt beim Fest der Begegnung rund um die Bückeburger Stadtkirche, an dem zahlreiche Gäste aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bezügen bis in den späten Abend hinein zusammen blieben.