5. Tagung der XIX. Synode der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe

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Die 5. Tagung der XIX. Synode der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe hat am Samstag, 30. Mai 2015 mit einem von Pastorin Andrea Dorow (Steinhude) geleiteten Abendmahlsgottesdienst in der Petrus Kirche in Steinhude begonnen.

Die 5. Tagung der XIX. Synode der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe hat am Samstag, 30. Mai 2015 mit einem von Pastorin Andrea Dorow (Steinhude) geleiteten Abendmahlsgottesdienst in der Petrus Kirche in Steinhude begonnen.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der Synode, Klaus-Dieter Kiefer, wurde die Tagung mit dem Bericht des Landesbischofs Dr. Karl-Hinrich Manzke fortgesetzt.


In seinem Bericht nahm Landesbischof Dr. Manzke ausgehend vom lutherischen Kirchenverständnis Fragen nach dem Wesen der Kirche in den Blick und leitete daraus Folgen für das Handeln als Landeskirche ab.
Die Kirche bedürfe „des immer wieder erneuten Blicks auf ihre Entstehung und ihre sich veränderten Aufgaben.“ Aus seinen Überlegungen folgerte Manzke, dass immer wieder mit dem Missverständnis aufzuräumen sei, „als sei Kirche mit Ortsgemeinde und der aktuellen Gottesdienstgemeinde identisch“. Vielmehr gelte, „dort, wo Menschen in ihren Bezügen den Christusglauben pflegen, die Liebe zum Nächsten und zu Gott als Grundlage ihres Handelns ansehen, (...), da geschieht Kirche“. Weiter hob Landesbischof Dr. Manzke hervor, dass der „Bezug auf das Reich Gottes als eine ideale Verwirklichung menschlichen Zusammenlebens in Gerechtigkeit und Barmherzigkeit (...) der entscheidende Maßstab [sei], an dem sich kirchliches Leben auch zu bewähren und auszurichten“ habe.
Der Protestantismus habe sich immer dadurch ausgezeichnet, „dass nicht nur innerhalb der Kirchenmauern, sondern auch im öffentlichen und bürgerlichen Leben Verantwortung für das Gemeinwohl und feste Gewissensbindung ihren sicheren Platz haben.“ Auf diesem Hintergrund habe die Landeskirche seit 2011 im Blick auf das zukünftige Handeln der Kirche auf der Ebene der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe einen Weg beschritten, auf dem der Frage nachgegangen werde, wo die Kirche „in veränderten gesellschaftlichen Bedingungen neu und in besonderer Weise gefordert“ sei. Auf diesem Hintergrund habe die Zukunftskonferenz der Landeskirche seit 2011 bis heute u.a. zu den Aspekten kirchlichen Handelns wie Weiterentwicklung gottesdienstlichen Handelns, Förderung ehrenamtlichen Engagements, Gemeindediakonie, Jugend- und Konfirmandenarbeit Projekte entwickelt, die seit dem Sommer 2013 in der Praxis erprobt werden.