Brief zum Reformationstag

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Evangelische Kirchen in Niedersachsen bedanken sich bei Bürgermeistern und Landräten

- Brief zum Reformationstag

 
Reformationstag Grafik (c) K. Droste

Der Vorsitzende des Rates der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Landesbischof Ralf Meister (Hannover), hat an alle Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, Landräte und Landrätinnen Niedersachsens einen Brief zum Reformationstag 2013 geschickt.

"Für den großen politischen Dienst, den Sie in unserem Gemeinwesen leisten und für das gute Miteinander mit Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen Kirchen möchte ich Ihnen am Reformationstag 2013 im Namen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen meinen Dank sagen. Mit Ihrem Einsatz bezeugen Sie glaubwürdig die Stärke einer lebendigen repräsentativen Demokratie", so Meister.
 
Die evangelischen Kirchen, so Meister in dem Brief, "werden 2014 im Rahmen der Reformationsdekade 'Luther 2017' den inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema 'Reformation und Politik' setzen". Dazu gebe es Aktionen und Akzentsetzungen in den Kirchengemeinden. "Christen und Christinnen", so Meister weiter, "bekräftigen damit das Ja zu unserer demokratischen Staatsform", da Demokratie Überzeugungen und Werthaltungen markiere, die zum christlichen Glauben gehörten. Dazu gehöre auch die Einsicht, "dass wir Menschen irrtumsanfällig sind und schuldhaft, auf Vergebung angewiesen. Hier treffen sich christlicher Glaube und Demokratie. Aus diesen gemeinsamen Einsichten werden die Ziele zu formulieren sein, derer unsere Gesellschaft bedarf."
 
Zum Schluss betont Meister die Gesprächs- und Diskussionsbereitschaft der evangelischen Kirchen und bekräftigt, dass in den sonntäglichen Gottesdiensten in der Fürbitte für alle gebetet werde, die politische Verantwortung tragen.

Zur Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen gehören die vier evangelisch-lutherischen Landeskirchen Braunschweig, Hannover, und Schaumburg-Lippe sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer. Die fünf Kirchen haben sich 1971 zusammengeschlossen, um ihre Interessen gegenüber dem Land Niedersachsen gemeinsam zu vertreten und Gemeinschaftsaufgaben wahrzunehmen.