Gedenken der Reformation

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„Vom Konflikt zur Gemeinschaft - Heilung der Erinnerung“

 

Katholische und evangelische Christen aus dem Kreis Schaumburg feierten am 17. März 2017 in der St. Martini-Kirche in Stadthagen einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem das Bistum Hildesheim und die Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe eingeladen hatten. Zusammen mit den Bischöfen wirkten weitere Geistliche und Laien aus katholischen und evangelischen Kirchengemeinden mit. Es wurde an Schuld und Versagen der Kirchen auf dem Weg der Trennung erinnert. In einer gemeinsamen Verpflichtung wurden fünf Imperative aus dem Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft “ genannt, die als Richtschnur für den zukünftigen ökumenischen Weg leitend sein sollen.
 
In seiner Begrüßung wies der Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe, Karl-Hinrich Manzke darauf hin, dass katholische und evangelische Christen auf dem 50 Jahre langen Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft erkannt hätten, dass das, was sie verbinde, viel größer sei als das, was sie trenne. Der Bischof des Bistums Hildesheim, Norbert Trelle betonte, dass die Evangelischen und die Katholiken auf einem guten Weg der Ökumene unterwegs seien. Es brauche für die Zukunft „viel Kraft des Verstandes und des Herzens.“
 
Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland haben sich darauf verständigt, das Gedenken der Reformation - 500 Jahre nach den Thesen Luthers im Jahr 1517 - in ökumenischer Verbundenheit zu begehen. Dazu gehört, das gemeinsame Zeugnis von Jesus Christus in die Mitte zu stellen - und auch in Wahrhaftigkeit der Vergangenheit zu gedenken. Die konfessionelle Spaltung und die Kirchentrennung haben zu viel Leid und Hass geführt.