„Geschichten der Schuldenkrise“ Ausstellung in Stadthagen

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Ausstellung in Stadthagen St.-Martini-Kirche in der Zeit vom 15. September bis 27. September 2014

 
erlassjahr

„Geschichten der Schuldenkrise“ Ausstellung in Stadthagen St.-Martini-Kirche
(Am Kirchhof 3, 31655 Stadthagen)
in Kooperation mit dem Landesjugendpfarramt der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe und dem Weltladen Stadthagen

 
in der Zeit vom 15. September bis 27. September 2014
Öffnungszeiten: Di. – Fr. 10.00 – 17.00 Uhr, Sa. 10.00 – 14.00 Uhr, So. 13.00 – 17.00 Uhr

 
Ausstellungseröffnung:
Montag, 15. September 2014 um 18.00 Uhr
Mit Vortrag zur Ausstellung
 
Abschlussveranstaltung:
Samstag, 27. September um 17.00 Uhr in der St.-Martini-Kirche
mit Produzentenbesuch von Hisham al Gazzar von der Fairhandelsorganisation Yadawee aus Ägypten (El Puente) mit Vortrag, Musik und anschließendem „Late-Night-Shopping“ im Weltladen und offenen Beisammensein mit Diskussionsmöglichkeit im Chorraum über dem Weltladen.
 
 
Hintergrund:
Die vom deutschen Entschuldungsbündnis erlassjahr.de konzipierte Ausstellung „Geschichten der Schuldenkrise“ bietet einen umfassenden Einblick in die historischen Wege in und aus Schuldenkrisen. Sie zeigt, dass Schulden kein Schicksal sind, das unabänderlich über die Völker hereinbricht, sondern Ausdruck von Macht und Herrschaftsverhältnissen. Anhand von Länderbeispielen verdeutlicht die Ausstellung die systemischen Zusammenhänge und ermutigt die Besucherinnen und Besucher nachhaltige Lösungen für den Umgang mit Staatsschulden zu erkunden.
 
Die Schuldenkrise
Nicht erst seit dem Aufkommen der Finanzkrise in Griechenland und anderen europäischen Ländern sind zu hoch verschuldete Staaten ein schweres Problem vor allem für die Menschen in diesen Ländern.
Seit Jahrhunderten sind Schuldenkrisen die Regel und nicht die Ausnahme.
Die Ausstellung „Geschichten der Schuldenkrise“ gibt Ein- und Ausblick zur Verschuldung von Staaten.
Als Besucher gehen Sie mit uns auf eine Reise quer durch die Zeit und rund um die Welt.
Zusammen mit Menschen aus verschiedenen Ländern treffen Sie Entscheidungen zum Umgang mit dem Schuldenberg eines Staates, zur Vergabe von Krediten und zu den Bedingungen eines Schuldenerlasses - und gemeinsam gehen wir auf die Suche nach nachhaltigen Lösungen für den Umgang mit Staatsschulden.
 
Von Schulden und Staaten
Schulden betreffen besonders diejenigen am meisten, die am wenigsten davon haben: Hoch verschuldete Entwicklungsländer müssen zur Rückzahlung ihrer Schulden meist wichtige Grunddienste für die Bevölkerung einstellen. So fallen den Schulden nicht selten etwa die medizinische Versorgung oder die Grundbildung eines Staates zum Opfer.
Aus eigener Kraft können sich Staaten dann auch auf lange Sicht meist nicht von ihren Schuldenlasten befreien. Nachhaltigen Lösungen für einen fairen Umgang mit Schulden stehen auch heute noch eine Vielzahl von Hindernissen gegenüber.
Wohl das größte Problem ist, dass bis heute alle wichtigen Entscheidungen zum Umgang mit hoch verschuldeten Staaten von denjenigen getroffen werden, die die Schulden halten: Die Gläubiger sind damit auch Richter in einem Prozess in dem es um viel Geld geht.