Hoffentlich regnet es bald

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Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Bückeburg...

In Kapstadt geht das Wasser aus! Wenn nicht bald Regen fällt, sind die Reserven aufgebraucht. Die Wasserhähne könnten schon im April trocken laufen. Eine Dürre bedroht die Millionenmetropole.

Gartensprenger und Swimmingpool sind längst verboten. Die Stadtverwaltung erlaubt maximal 2 Minuten zum Duschen. Auch die Toilettenspülung ist nur im „Ernstfall“ zu benutzen. Wenn sich Südafrikaner in diesen Tagen „ein gutes Neues“ wünschen, heißt das nichts anderes als: „Hoffentlich regnet es bald!“

Das Bibelwort für 2018 lautet: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Die Wassernot vom Kap der Guten Hoffnung füllt diese Worte mit Leben. Erst jetzt wird mir die Sehnsucht und die Not darin klar. Fehlendes Wasser ist keine Lappalie, sondern eine Katastrophe. Wer Durst hat, spürt ein existenzbedrohendes Verlangen und wünscht sich nichts mehr als frisches Wasser. Hier geht es um tiefe Lebensbedürfnisse.

Gott sei Dank, dass bei uns Wasser aus dem Hahn kommt. Doch ich frage mich: Wonach sehnen wir uns? Haben wir noch Durst auf irgendwas? Welche Reserven könnten hier bei uns in Schaumburg versiegen? Ich glaube, das kann nur jeder für sich beantworten. Der Jahresanfang ist eine gute Gelegenheit dafür. Wonach sehne ich mich und welche Quelle brauche ich für mein Leben? Möge Gott die Menschen in Kapstadt und uns mit lebendigem Wasser versorgen. Hoffentlich regnet es bald!

Felix Nagel, Vikar in Bückeburg