Kindertagesstätten erwerben Evangelisches Gütesiegel "BETA"

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Abschlussveranstaltung des 1. Durchgangs „Ev. Gütesigel BETA“ in 5 evangelischen Kindertagestätten

Am 16. Januar 2016 würdigte die Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe das Engagement von Mitarbeitenden in 5 ihrer evangelischen Kindertagesstätten, die sich 2013 auf den Weg gemacht hatten, für ihre Einrichtung ein Qualitätsmanagementsystem zu erarbeiten und das Evangelische Gütesiegel BETA zu erwerben.
Zur Abschlussveranstaltung im Martin-Luther-Haus in Bückeburg kamen Erzieherinnen und Erzieher sowie Trägervertreter aus den beteiligten evangelischen Kindertagesstätten zusammen. Außerdem waren der Beauftragte für die Kindertagesstättenarbeit in der Landeskirche, Pastor Stephan Strottmann, die ehemalige kollegiale Fachberaterin Christel Feindt, die Projektleiterin Claudia Costa sowie Pastor Jan Peter Hoth als Vertreter der Landeskirche anwesend.

In einer Andacht zu Beginn der Feierstunde wurde den Erzieherinnen der fünf Kitas „Bodelschwinghaus in Bückeburg, „Sinai“ in Bad Eilsen, „St. Thomas“ in Großenheidorn, in Steinbergen und Wietersheim ein Segen durch Pastor Jan Peter Hoth für die weitere Arbeit zugesprochen. Anschließend wurde jeder Einrichtung von Christel Feindt ein Kristall als Zeichen des Dankes und der Würdigung überreicht.
 „Das Bemühen um Qualität ist für uns ein Zeichen der Wertschätzung der Kinder, die Ihnen anvertraut sind“, sagte Pastor Jan Peter Hoth. „Und ihr könnte stolz darauf sein!“, fügte Christel Feindt hinzu, die den Qualitätsmanagementprozess als kollegiale Fachberaterin begleitet hatte.
„Kinder sollen sich in unseren Einrichtungen wohlfühlen und optimal gefördert werden“, sagte Pastor Hoth in seiner Ansprache. Mitarbeiterinnen sollten an ihrer Arbeit Freude haben und Eltern die Gewissheit, dass ihre Interessen ernst genommen werden. Die Anerkennung Gottes, die jedem Menschen, Kindern wie Erwachsenen gelte, sei schließlich die zentrale Botschaft des Evangeliums, die im alltäglichen Handeln der Einrichtungen sichtbar werden solle, so Hoth. Er dankte ausdrücklich allen für hier großes Engagement.
In nur zwei Jahren haben die fünf Kindertagesstätten der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe ihr individuelles QM-System aufgebaut. Die Erzieherinnen berichteten davon, dass sie dabei vieles entdeckt hätten, was längst schon von ihnen gemacht worden wäre, aber nun im Rahmen des Prozesses neu ins Bewusstsein gekommen sei.

Auf die Frage, was so ein Prozess für eine Einrichtung für Vorteile hat, gab es mehrere Antworten. Arbeitsstrukturen seien klarer geworden, alle Mitarbeiter seien auf dem gleichen Informationsstand und neue Kolleginnen könnten sich schneller und besser einarbeiten. Ganz wichtig sei auch, dass für Außenstehende, vor allem für Eltern viel transparenter sei, was in der Einrichtung gemacht würde, wie und warum. Das stärke das Vertrauen. Aber auch die Träger, also die Kirchengemeinden, hätten in dem Prozess noch besser erkannt, wie wichtig die gute Gestaltung der Arbeit für die Kinder sei.
Auch die Referentin der Workshops für die Qualitätsbeauftragten, Jördis Matieka, und die Begleiterin für die alltäglichen Fragen des Prozesses, Frau Claudia Costa, lobten den Einsatz der Erzieherinnen und Kita-Leiterinnen und betonten, dass die Abschlüsse schneller erreicht worden seien, als erwartet. Verantwortlich dafür war neben dem Einsatz der Beteiligten auch die großzügige Unterstützung der Landeskirche, die Kosten für die Begleiterin und für Vertretungsstunden für die anfallende Mehrarbeit übernahm.
Von den insgesamt 15 Einrichtungen der Gemeinden der Landeskirche haben am vergangenen Wochenende weitere neun den QM-Prozess nach dem Gütesiegel „BETA“ begonnen, der ebenfalls von der Landeskirche unterstützt wird.