Landesbischof Manzke erinnert an Zerbrechlichkeit des Lebens

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Dr. Manzke

Bückeburg (epd). Der Landesbischof von Schaumburg-Lippe, Karl-Hinrich Manzke, hat in seiner Osterpredigt an die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens erinnert. Die Freude an Ostern sei deshalb so lebensnah, weil sie auf die Verwandlung und Neuwerdung des leidenden und beschädigten Lebens gerichtet sei, "das wir gerade jetzt und konkret betrauern", sagte der evangelische Theologe am Sonntag in Bückeburg.
Die Bilder von der Suche in den Trümmern der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine berührten beinahe jeden Menschen, sagte Manzke: "Weil fast jeder von uns schon einmal in ein Flugzeug gestiegen ist. Und dabei ist es uns selbstverständlich geworden, dass die Technik funktioniert und wir schon gesund an unserem Ziel ankommen." Vergessen werde dabei, dass "unser Leben auf diesem Glücksfall Erde sehr zerbrechlich" sei.
Gott, der dieses Wunder Erde geschaffen habe, werde die Menschen dereinst auch zu neuem Leben zusammenfügen können. "Wie sehr die Angehörigen der in Frankreich Verunglückten nur dies wirklich trösten kann, ahnen diejenigen, die nach wie vor um einen lieben und begrabenen Menschen trauern, ganz gewiss", unterstrich der Bischof.
In der Osterbotschaft von der Auferstehung Christi sei diese "aufrichtende Wahrheit" enthalten, sagte Manzke. "Wir sind es unseren Kindern und Enkelkindern schuldig, in Bildern, in Gleichnissen, in eigenen Erzählungen und Erfahrungen von der Kraft der Osterbotschaft zu erzählen und sie weiterzugeben."