Schaumburg-lippische Landessynode beschließt für die Zukunft zeitliche Befristung des Präsidentenamtes

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Vor der Ausschreibung der derzeit vakanten Stelle des Präsidenten des Landeskirchenamtes hat die schaumburg-lippische Landessynode auf ihrer Herbsttagung am Samstag, dem 14. November auf  Vorschlag des Landeskirchenrates über den Entwurf einer Neufassung des Gesetzes über die Wahl und die dienstrechtlichen Verhältnisse des Präsidenten des Landeskirchenamtes beraten.  
Gegenüber der Vergangenheit sieht das von der Synode am Samstag verabschiedete Gesetz eine Befristung der Amtszeit des Präsidenten des Landeskirchenamts vor. Für die erste Amtszeit von 8 Jahren ist der Präsident Kirchenbeamter der Landeskirche auf Zeit. Vor Ablauf dieser ersten Amtszeit entscheidet der Landeskirchenrat darüber, ob das Kirchenbeamtenverhältnis auf Zeit in ein Kirchenbeamtenverhältnis auf Lebenszeit umgewandelt wird. Die Landessynode kann dem mit der Mehrheit von zwei Dritteln der gesetzlichen Zahl ihrer Mitglieder widersprechen, woraufhin ein Wahlverfahren eingeleitet werden muss.
 
Ferner regte der Rechtsausschuss der Synode an, auf einer der nächsten Synodaltagungen auch über die zeitliche Begrenzung des Dienstes der leitenden Geistlichen (Landesbischof und Superintendenten) in der Landeskirche Schaumburg-Lippe zu beraten.
 
Bis zur Wiederbesetzung der Präsidentenstelle wird Herr Harald Weidenmüller, Mitglied im Landeskirchenrat, als sein  gewählter Vertreter weiterhin die  Dienstgeschäfte des Präsidenten wahrnehmen.