Segen zur Konfirmation behält weiter große Bedeutung

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In der schaumburg-lippischen Landeskirche werden in diesem Jahr rund 500 Jugendliche konfirmiert

In diesem Jahr lassen sich in 21 Kirchengemeinden in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe bis zum Pfingstfest rund 500 Mädchen und Jungen konfirmieren. Die ersten Konfirmationen fanden bereits am Palmsonntag statt.
 
Ein leichter Rückgang der Konfirmandenzahlen gegenüber den Vorjahren liegt vor allem in der sinkenden Geburtenrate begründet. In der schaumburg-lippischen Landeskirche melden sich nach wie vor etwa 95 Prozent aller Getauften eines Jahrganges zur Teilnahme am Konfirmandenkurs in ihrer Kirchengemeinde an.
 
Als Grund für den Wunsch, sich konfirmieren zu lassen, nennen viele Konfirmanden auch die Feier und die Geschenke. Außerdem nehmen viele Jugendliche am Konfirmandenkurs teil, weil es in ihrer Familie so Brauch ist. Doch die Jugendlichen fühlen sich in ihrer bewusst getroffenen Entscheidung zur Konfirmation nicht ernst genommen, wenn man ihnen nur materielle Motive unterstellt.
Mit der intensiven Vorbereitung auf die Konfirmation durch Konfimandenfreizeiten, auf denen Konfirmandengruppen ihren Vorstellungsgottesdienst vorbereiten oder sich die Konfirmanden ihren Konfirmationsspruch selbst auswählen, tritt umso mehr der Inhalt der Konfirmation in den Vordergrund. Der Segen zur Konfirmation gewinnt für die Jugendlichen immer mehr an Bedeutung. Offensichtlich spüren sie, dass sie hier etwas ganz Besonderes und Stärkendes mit auf ihren Lebensweg zugesprochen bekommen.
Nach wie vor wird die Tradition der „Konfirmandenspende“ in den Kirchengemeinden gepflegt. Mit diesem gespendeten Geld der Konfirmanden und Konfirmandinnen werden zum Beispiel sozial- und entwicklungspolitische Projekte in Partnerkirchen oder auch in sozial-diakonischen Einrichtungen in der Region unterstützt. Der Aufruf zu dieser Spende anlässlich der eigenen Konfirmation appelliert an die Konfirmanden, über das eigene Beschenktwerden hinaus auch an andere zu denken.
 
Hintergrund
Die Konfirmation ist seit dem 19. Jahrhundert in ganz Deutschland in den evangelischen Kirchen üblich. Der lateinische Begriff Konfirmation bedeutet "Befestigung" oder "Stärkung". In der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen selbst ihr Ja zur eigenen Taufe und zum Glauben an Jesus Christus.
Im Konfirmationsgottesdienst geben Pastor oder Pastorin den Konfirmanden einen Text aus der Bibel, den so genannten Konfirmationsspruch mit auf den Lebensweg. Sie dürfen als nun mündige Gemeindeglieder am Abendmahl teilnehmen. Außerdem wird ihnen das Recht zuerkannt, das Patenamt zu übernehmen.