„Zwischen den Jahren“

Meldung vom
Kategorie: Andacht

Ein Wort aus Lindhorst...

 

Jesus ist geboren: „Wahr Mensch und wahrer Gott, hilft uns aus allem Leide, rettet von Sünd und Tod.“ Das ist der Grund der Weihnachtsfreude. Wenn ich aber sehe, was alles verschenkt worden ist, leiden sehr viele von uns gar keine Not. Ich gehöre sicher dazu. Dennoch lebt die Furcht in mir, es könne mir schlechter gehen, wenn ich mich nicht zuerst um mich selbst kümmere.
Dabei gäbe es gute Gründe, diese Furcht zu überwinden. Alexander Gersts Botschaft aus dem All hat mich sehr berührt. Er erinnert an unsere Verantwortung dafür, in welchem Zustand wir die Erde unseren Enkeln hinterlassen.

Vor dieser Frage ist es eine hilfreiche Botschaft, dass Leid und Sünde mich nicht schrecken müssen. Meine Sünden der Vergangenheit brauchen mich nicht davon abhalten, heute etwas zu ändern. Gott wird mir das nicht vorhalten. Und auch vor Einschränkungen muss ich mich nicht fürchten. Erfülltes Leben schenkt Gott.

Mit dieser Zusage im Rücken könnte ich also beginnen, eine Liste mit Dingen zu machen, die ich eigentlich nicht brauche. Wieviel überflüssiges Zeug wird gekauft, das nur Rohstoffe und Energie verbraucht hat und gleich wieder im Müll landet? Brauche ich wirklich alles? Wieviel Kilometer kann ich im neuen Jahr ohne Auto zurücklegen?
Ja, es bräuchte dafür ein wenig Verzicht. Aber Not werde ich deshalb kaum leiden, im Gegensatz zu anderen in dieser Welt und unserer Enkelgeneration. Und wirklich leiden tun auch andere und anders als ich, wenn ich mir etwas mehr Zeit nehme um mit etwas mehr Anstrengung von A nach B zu kommen. Meine Enkel werden es mir danken.

Jan Peter Hoth, Pastor in Lindhorst