Diakonie Katastrophenhilfe veröffentlicht Jahresbilanz 2025
Die Diakonie Katastrophenhilfe erhielt 2025 fast 30 Millionen Euro an Spenden. Das entspricht in etwa dem Ergebnis aus dem Vorjahr. Dieses stabile Spendenergebnis kommt zu einer Zeit, in der die öffentlichen Mittel für humanitäre Hilfe deutlich gesunken sind.
In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe hat das evangelische Hilfswerk 62.710 Euro an Spenden erhalten.
„Die Menschen sehen, wo Hilfe dringend gebraucht wird – und sie handeln solidarisch. Dafür danke ich allen Spender*innen herzlich“, sagt Denise Irmscher, Referatsleiterin Diakonie Katastrophenhilfe in den evangelisch-lutherischen Landeskirchen Hannovers und Schaumburg-Lippe. „Dort wo Menschen plötzlich in Not geraten, können wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen schnell helfen und sie mit überlebenswichtigen Gütern versorgen. Diese Unterstützung wäre ohne die große Anteilnahme und das Vertrauen unserer Spender*innen nicht möglich.“
Für das schwere Erdbeben in Myanmar im März 2025 spendeten die Menschen rund 3,6 Millionen Euro. Ebenso ist die Solidarität mit Menschen in der Ukraine ungebrochen. Für Hilfsprojekte in der Ukraine gingen 2,2 Millionen Euro ein, gefolgt von Spenden für den Sudan mit 1,4 Millionen Euro.
Im Unterschied zu den Spenden blieben die öffentlichen Mittel 2025 deutlich hinter den Vorjahren zurück. Die Zuwendungen des Auswärtigen Amts an die Diakonie Katastrophenhilfe haben sich mit 9,8 Millionen Euro fast halbiert. Noch stärker fiel der Rückgang beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aus, welches 2,2 Millionen Euro bereitstellte. Einen Zuwachs verzeichnete das Hilfswerk hingegen seitens der Europäischen Union. Insgesamt haben sich die gesamten öffentlichen Mittel um rund ein Drittel reduziert und lagen 2025 bei 18 Millionen Euro.
Die Projektausgaben beliefen sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 59,6 Millionen Euro. 9,2 Millionen Euro wurden in Syrien und der Türkei eingesetzt, um die Folgen des Kriegs und der Erdbeben von 2023 zu überwinden. In Deutschland wurden 6,5 Millionen Euro im Rahmen der Hochwasserhilfe und der angeschlossenen Präventionsarbeit bereitgestellt. Die Angriffe Russlands auf die Ukraine mit Drohnen und Raketen hielten auch im vierten Kriegsjahr unvermindert an. Insgesamt flossen 4,5 Millionen Euro an Projektausgaben in die Ukraine, um Menschen weiterhin aus Kriegsgebieten zu evakuieren, Notunterkünfte zu unterstützen oder um alleinstehende Mütter und Kinder zu begleiten.
Die Diakonie Katastrophenhilfe wurde 1954 gegründet. Sie ist das Hilfswerk für humanitäre Hilfe der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt sie Menschen, die von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung betroffen sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Die Hilfe wird unabhängig von politischer Einstellung, Religion, Geschlecht, Hautfarbe und Nationalität geleistet. Dabei achtet das Hilfswerk auf strikte Neutralität und ist in seinen Entscheidungen unabhängig.
