Ostern: Wenn Licht das Dunkel verwandelt
Ostergruß von Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf
Früh am Morgen steht Maria Magdalena am Grab Jesu. Die Sonne geht auf, doch in ihrem Inneren herrscht Finsternis. Sie sucht den Toten – und erkennt nicht, dass der Lebendige schon hinter ihr steht. Erst als sie sich umwendet, beginnen ihre Augen zu sehen: Das Leben hat den Tod besiegt.
Diese österliche Bewegung – vom Dunkel ins Licht, vom Suchen zum Finden – prägt auch den Ostergruß von Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf. Er erinnert daran, dass Glauben oft im Unklaren beginnt: mit Schmerz, Trauer und der Frage, wo Gott bleibt. Und doch geschieht es immer wieder, dass die Dunkelheit aufreißt.
„Da mag der Sturz ins Bodenlose sein, doch plötzlich spüren wir: Da ist ein Grund, der trägt.“
Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen von Kriegen, Angst, Trauer und gesellschaftlicher Erschütterung umgeben sind, bekommt diese Botschaft neue Bedeutung. Sie schenkt Zuversicht, weil Gott nicht fernbleibt. Sie erinnert daran, dass Hoffnung mehr ist – sie ist gelebter Glaube, der trägt, wo alles wankt.
Ostern lädt uns ein, neu zu sehen: Auf Menschen, die sich gegenseitig stärken, und auf das Vertrauen, dass Gott stets da ist – mitten in der Welt, mitten unter uns.
Möge das Licht der Auferstehung neu spürbar werden – als Kraft, die trägt, als Hoffnung, die wandelt, und als Freude, die bleibt.
Frohe und gesegnete Ostern!
Die Karfreitagspredigt können Sie HIER nachlesen.
